Der 8h-Prototyp: Unser erster Online-Hackathon


Normalerweise teilen wir unsere Projektarbeit in kleine Teams auf. Das führt dazu, dass man - gerade jetzt im Homeoffice - den Kontakt zu Kollegen, die an anderen Projekten arbeiten, leicht verliert. Letzten Freitag haben wir deshalb unseren ersten Hackathon veranstaltet, bei dem alle Mitarbeiter zeitgleich zusammen an einem gemeinsamen Prototypen gearbeitet haben. Dabei haben wir ein tolles Ergebnis erzielt und unseren Teamgeist weiter gestärkt. Unsere Erfahrungen teilen wir in diesem Blogartikel.

Ganz von vorne: Was ist überhaupt ein “Hackathon”?

Das Wort Hackathon ist eine Zusammensetzung der Wörter Hacking und Marathon. Bei einem Hackathon arbeitet also ein funktionsübergreifendes Team innerhalb eines vordefinierten Zeitraums mithilfe von Software und Programmierung an der Lösung eines Problems. Wir hatten unseren Hackathon schon vor längerer Zeit geplant und da wir aufgrund der aktuellen Situation alle im Home-Office arbeiten, haben wir es nun kurzerhand zu einem Online-Event umfunktioniert und uns zusätzlich in virtueller Kollaboration geübt.

draw.io
GUI-Prototyping in Draw.io.

Wie lief es bei uns ab?

Der Hackathon begann morgens mit einer Video-Besprechung auf Google-Meet. Ein Bitbucket-Repository, ein Trello-Board und ein eigener Slack-Channel waren routinemäßig schnell eingerichtet. Als Whiteboard-Ersatz haben wir zusätzlich die beiden Kollaborationstools draw.io und die online Version von Google-Jamboard verwendet, um Ideen visuell zu unterstützen und einen ersten UI-Prototypen anzulegen. Nachdem wir unser Ziel für den Hackathon besprochen hatten, haben wir Zweierteams gebildet und mit der ersten Arbeitsphase gestartet. Jedes Team konnte sofort mit seinen Aufgaben loslegen und mit Hilfe der Online-Tools eigentlich fast genauso gut zusammenarbeiten als würden alle im gleichen Raum sitzen.

Nach der ersten Session besprachen wir unsere Zwischenergebnisse per Video-Call. In den nächsten Stunden vereinbarten wir in unregelmäßigen Abständen immer wieder Zwischengespräche, um den jeweils aktuellen Stand und das weitere Vorgehen zu besprechen. Unsere Pausen stimmten wir dabei so ab, dass kein Team auf Ergebnisse eines anderen Teams warten musste und der Arbeitsfluss dadurch nie stoppte.

Am Abend machten wir dann einen offiziellen Abschluss, in dem wir den Prototypen gemeinsam testeten. Außerdem haben wir uns Zeit genommen, unsere Erfahrungen nochmal Revue passieren zu lassen.

Unser Fazit:

Unser Resümee war insgesamt sehr positiv. Wir haben uns als Team sehr schnell organisiert und kamen schnell in einen produktiven Arbeitsmodus. Es war wie erwartet sehr schön, dass alle gemeinsam an einem Projekt arbeiteten. Nachdem wir uns ein Stück außerhalb unseres täglichen Arbeitsfelds bewegt haben, haben wir auch etwas gelernt. Interessant zu sehen war, dass sich jeder einzelne sehr motiviert und ehrgeizig auf das Ziel eingelassen hat, den Prototypen an einem Tag fertigzustellen, so dass alle trotz fiktiver Deadline mit vollem Einsatz dabei waren. Die Kommunikation untereinander hat trotz der rein virtuellen Möglichkeiten sehr gut geklappt.

Jamboard
Unser Jamboard.

Ein paar Punkte würden wir beim nächsten Mal allerdings anders machen: Uns ist erst im Nachhinein aufgefallen, dass, obwohl zwar jeder mit jedem schon irgendwie über den Tag gesprochen hatte, wir bezüglich Ziel und Kontext mit sehr unterschiedlichem Vorwissen in den Tag gestartet sind. Hier würde es sich auf jeden Fall empfehlen, zu Beginn nochmal alle umfassend zu briefen, damit jeder alle nötigen Informationen hat. Außerdem möchten wir uns für den nächsten Hackathon ein breiteres Projekt suchen, um noch besser parallel arbeiten zu können. Am Ende waren wir uns außerdem alle einig, dass wir unseren nächsten Hackathon nicht nur virtuell sondern klassisch in-person abhalten möchten. Die Online-Kollaboration hat zwar besser als gedacht funktioniert, allerdings hat es uns gefehlt, den Kollegen über die Schulter schauen zu können und nach einem erfolgreichen Abschluss noch gemeinsam bei Pizza und Bier das Erreichte zu feiern.

Ihr fragt euch bestimmt, woran wir denn den ganzen Tag gearbeitet haben. Das bleibt zunächst noch unser Geheimnis… Vielleicht hat aber der ein oder andere anhand der Bilder schon erahnt, an was wir gearbeitet haben. :) Wir werden den Prototyp in den nächsten Wochen weiterentwickeln und glatt polieren und euch das Ergebnis dann ganz sicher auch an dieser Stelle präsentieren.



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